Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

Kolloquium

Das Forschungskolloquium findet während des Semesters donnerstags meist vierzehntägig als Teil des Lehrangebots der Universität Leipzig statt. Es steht in jedem Semester unter einem anderen Leitthema, welches jeweils einen Arbeitsschwerpunkt des Instituts spiegelt. Die öffentlichen Vorträge werden in der Regel von auswärtigen Referentinnen und Referenten gehalten.

Wintersemester 2020/2021

Grundprobleme der jüdischen und allgemeinen Geschichte der Neuzeit

 

Dozent und Dozentin: Prof. Dr. Jörg Deventer, Dr. Angelique Leszczawski-Schwerk

Forschungskolloquium

Zeit: Donnerstag, 17.15–18.15 Uhr (vierzehntägig)

Beginn: 12. November 2020

Ort: digitale Veranstaltung

 

»Let My People Go!«

Jüdische Emigration aus Osteuropa seit den 1960er Jahren

 

Die Vortragsreihe nimmt das 25-jährige Bestehen des Dubnow-Instituts zum Anlass, den Blick auf die jüdische Emigration aus der Sowjetunion und Osteuropa zwischen den 1960er und 1990er Jahren zu richten. Dabei werden die Wirkungen und Rückwirkungen der Auswanderungswellen auf die Jüdischen Studien insbesondere in den USA, Israel und der Bundesrepublik näher beleuchtet.

Der Fokus der Vorträge, die eine breite Kontextualisierung vornehmen, richtet sich auf die Migrationsprozesse aus interdisziplinärer Perspektive. Dabei stehen sowohl die Migrationserfahrungen als auch die verschiedenen Fachdisziplinen (Politik, Soziologie, Geschichte, Material Culture, Literatur) der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Mittelpunkt. Ziel ist es, das Verhältnis von Wissen und Migration in den jeweiligen Ländern auszuloten.

 

Programm

 

Vorträge

 

12. November 2020

Mischa Gabowitsch (Potsdam)

Loyalität, Widerspruch, Auswanderung:

Pogromgerüchte, Aktivismus und jüdische Emigration aus der UdSSR während der Perestroika

 

26. November 2020

Irena Kogan (Mannheim)

Integration of Jewish Immigrants from the Former Soviet Union:

Lessons for the Recent Refugees

 

10. Dezember 2020

Rebecca Kobrin (New York)

The Long Silent Revolution:

Narrating Russian and Soviet Jewish Migration across the Long Twentieth Century

 

07. Januar 2021

Sergey Lagodinsky (Berlin/Brüssel)

Vom Objekt zum Subjekt:

Neueste jüdische Geschichte und Gegenwart im wiedervereinigten Deutschland

 

21. Januar 2021

Vladimir Levin (Jerusalem)

A Scholar as Scholarly Subject:

Contemporary Historiography on East European Jews and their Material Culture seen in a Personal Perspective of Physical and Intellectual Migration

 

04. Februar 2021

Natasha Gordinsky (Haifa)

Rethinking Soviet Spaces:

A New Paradigm in Comparative Literature

 

 

Anmeldung

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Vortragsreihe digital statt. Bitte melden Sie sich spätestens ein Tag im Vorfeld an, um einen Link zum digitalen Vortragsraum zu erhalten.

 

Schicken Sie hierzu bitte eine E-Mail an antwort(at)dubnow.de mit der Angabe des Veranstaltungstitels »Let My People go!«, Ihres Namens, ggf. Institution und der E-Mailadresse, an die wir den Link zum Veranstaltungsraum schicken sollen.

 

 

Die Vortragsreihe findet im Rahmen des Projekts »Wanderndes Wissen. Wirkungen und Rückwirkungen der Emigration aus Osteuropa auf die Jüdischen Studien seit den 1960er Jahren« statt.

 

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