Regelmäßige Kooperationsveranstaltungen

Das Dubnow-Institut unterhält enge Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen in Israel, den USA, Europa und Deutschland. Mit einigen Institutionen bestehen langfristige Kooperationen, die sich unter anderem in regelmäßig stattfindenden Veranstaltungsformaten spiegeln. Diese dienen dem produktiven wissenschaftlichen Austausch ebenso wie der Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen.

International Forum of Young Scholars on East European Jewry 

Das Leonid Nevzlin Research Center for Russian and East European Jewry at the Hebrew University of Jerusalem richtet seit 2004 gemeinsam mit führenden akademischen Einrichtungen in Europa und Nordamerika dasInternational Forum of Young Scholars on East European Jewry aus. Zu den Kooperationspartnern gehören neben dem Dubnow-Institut unter anderem Israel Bartal (Hebrew University of Jerusalem), Oleg Budnitskii (Higher School of Economics, Moscow), Jonathan Dekel-Chen (Hebrew University of Jerusalem), David Engel (New York University), Zvi Gitelman (University of Michigan, Ann Arbor), Eli Lederhendler (Hebrew University of Jerusalem), Gabriella Safran (Stanford University), Anna Shternshis (University of Toronto).

An jedem Forum nehmen etwa 15 fortgeschrittene Promovierende sowie weitere Forschende in frühen Karrierephasen aus verschiedenen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften teil, die sich mit dem osteuropäischen Judentum befassen. Das Seminar bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen sowie einer Gruppe ausgewiesener Expertinnen und Experten vorzustellen und weiterzuentwickeln.

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Leo Baeck Fellowship-Programm

Zusammen mit dem Leo Baeck Institute London führt das Dubnow-Institut das von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderte Leo Baeck Fellowship-Programm durch. Hier werden zehn internationale und in einem kompetitiven Auswahlverfahren ausgesuchte Promovierende über ein Jahr begleitet, in zwei Seminaren beraten und in Austausch gebracht.

Das internationale Leo Baeck Fellowship-Programm wird einmal im Jahr öffentlich ausgeschrieben und richtet sich an Promovierende, die an einer Dissertation im Bereich der Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Judenheiten arbeiten. Projekte aller Epochen, Disziplinen (z.B. Literatur, Philosophie, Geschichte, Kulturwissenschaften) und geographischen Räume (etwa Europa, Amerikas, Israel) sind willkommen.

Neben der finanziellen Unterstützung für ein Jahr bietet das Programm Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch und Vernetzung. Es ist offen für Promovierende aller Nationalitäten und aller Hochschulen weltweit. Die Fellows verbleiben an ihrer jeweiligen Universität und kommen zu zwei Workshops zusammen, von denen alternierend mit London  je einer am Dubnow-Institut in Leipzig stattfindet.

Leo Baeck Fellowship der Studienstiftung
Leo Baeck Fellows and Alumni


Multilateral PhD Workshop in Central and Eastern European Jewish History and Culture

Der Workshop dient der Vernetzung von jungen Forschenden an zentralen Forschungsstandorten der jüdischen Geschichte im mittleren und östlichen Europa. Beteiligt sind neben dem Dubnow-Institut in Leipzig das Taube Department of Jewish Studies der University of Wrocław, das Department of Middle Eastern Studies der Charles University in Prag sowie die Central European University, die 2019 von Budapest nach Wien umzog.

Aktuell treffen sich alle zwei Jahre je zwei Promovierende und senior scholars aus jeder Partnerinstitution an einem der Standorte, um ihre aktuellen Forschungen sowie offene Fragen intensiv und interdisziplinär zu diskutieren. 


Workshopreihe »Jüdische Geschichte und Literaturforschung«

Seit 2017 wird gemeinsam mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur und Kulturforschung, Berlin (ZfL) jährlich ein Workshop durchgeführt, der methodisch die Schnittstellen zwischen jüdischer Geschichte und Literaturforschung auslotet. Die Workshops finden im Wechsel in Berlin und Leipzig statt und stehen je unter einem thematischen Schwerpunkt.

Bisherige Workshops:

Theoriegeschichte und jüdische Geschichte (2017)
Zeitbeobachter. Beschreibungen der Gegenwart in der Moderne (2018)
Das kurze Leben der sowjetisch-jiddischen Literatur (2019)
Schulen, Gruppen, Stile. Denken, kollektiv betrachtet (2020)
Epochenschwellen und Epochenzäsuren (2021)
Unvollendetes, Zerbrochenes, Verlorenes: Über das Fragment (2023)
Freundschaftsbriefe im 20. Jahrhundert (2024)
Reparatur(en). Verfahren der Wiederherstellung zerstörter Wissens- und Erfahrungsbestände (2025)
Gegenerzählungen: Dissidenz und Widerstand in Literatur und Geschichte (2026)