Jüdische Nachkriegsgeschichte als Stadtgeschichte. Das Beispiel der Partnerstadt Frankfurt am Main
Vortrag von Prof. Dr. Tobias Freimüller (Frankfurt)
Am Freitag, 6. November 2026, 18.30 Uhr spricht Prof. Dr. Tobias Freimüller am Beispiel von Frankfurt am Main, einer der Partnerstädte Leipzigs, über jüdische Nachkriegsgeschichte als Stadtgeschichte. Der Vortrag findet als Abschluss des »Tags der Stadtgeschichte« in der Alten Börse Leipzig statt und kann auch unabhändig von der Teilnahme an der Konferenz besucht werden.
Tobias Freimüller ist stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Geschichte und Germanistik und wurde mit einer Biographie über den Psychoanalytiker und kritischen Intellektuellen Alexander Mitscherlich 2007 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena promoviert. Im Jahr 2019 wurde er an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit der Arbeit »Frankfurt und die Juden (1945–1990)« habilitiert; die Arbeit erschien 2020 unter dem Titel »Frankfurt und die Juden. Neuanfänge und Fremdheitserfahrungen 1945–1990« im Wallstein Verlag.
Der »Tag der Stadtgeschichte« versteht sich als wissenschaftliche Tagung zu wechselnden Themen. Im »Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 - Tacheles« steht die jüdische Stadtgeschichte Leipzigs im Fokus der Tagung, die gemeinsam vom Stadtgeschichtlichen Museum sowie dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow ausgerichtet wird. Programmatisch ist die chronologische Breite sowie die thematische Vielfalt des Programms; zentral zudem die Beteiligung ausgewiesener Expertinnen und Experten ebenso wie des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beziehungsgeschichte sowie überregionalen Perspektiven auf die jüdische Geschichte Leipzigs sowie auf bisher unterbelichteten Zeiträumen der jüdischen Stadtgeschichte, etwa der Geschichte der Leipziger Jüdinnen und Juden in der Nachkriegszeit und in der DDR.
Freitag, 6. November 2026, 18.30 Uhr
Alte Börse, Leipzig