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Provenienzforschung im Museum: Im Spannungsfeld von Restitution und Erinnerungskultur

Podiumsdiskussion mit Alina Gromova, Meike Hopp, Monika Tatzkow und Lucy Wasensteiner

Programm

 

Anmeldung

Eine Teilnahme an der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 Uhr ist ohne Anmeldung möglich.

Für eine Teilnahme an der Tagung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, erbitten wir eine Anmeldung bis zum 26. Oktober per E-Mail an:
ulrike.sass@leipzig.de

Am Vorabend der Tagung »Leerstellen. Provenienzforschung als Zugang zu jüdischer Kultur und Museumsgeschichte in Sachsen« findet am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 Uhr im Museum der bildenden Künste Leipzig eine Podiumsdiskussion statt. Unter dem Titel »Provenienzforschung im Museum« diskutieren Alina Gromova, Meike Hopp, Monika Tatzkow und Lucy Wasensteiner über das Spannungsfeld von Restitution und Erinnerungskultur. Die Moderation übernehmen Jörg Deventer und Ulrike Saß.

Die Tagung fragt aus den Perspektiven von Kunstgeschichte, Jüdischer Geschichte und Museumswissenschaft nach der Rolle jüdischer Sammlungen für die Entwicklung der Kunst- und Museumslandschaft in Sachsen (mit den Zentren Leipzig, Chemnitz, Dresden und Zwickau).

Provenienzforschung hat die aktive Beteiligung deutscher Museen und Sammlungseinrichtungen am systematischen Raub jüdischen Eigentums während des Nationalsozialismus zunehmend sichtbar gemacht. Aber das Wissen um die Sammler:innen, Sammlungsprofile und Beziehungen zwischen Menschen und Museen ist nur mit großem Aufwand zu rekonstruieren. Welche Bedeutung kommt daher der Erforschung und Sichtbarmachung von Biografien jüdischer Sammler:innen für die aktuelle Museumsarbeit zu? Welche Rolle spielt dabei die juristisch und ethisch notwendige Provenienzforschung am Museum? Welche Funktion übernimmt das Museum als Erkenntnis- und Vermittlungsort im Kontext der Erinnerungsarbeit?

Die Tagung versteht kunsthistorische Provenienzforschung als Zugang zu Fragen nach jüdischer Kultur, Sozial- und Geschmacksgeschichte einerseits sowie als Schlüssel für die Erforschung von Museumsgeschichte und Sammlungspolitik andererseits. Es geht in dieser Verschränkung um die Geschichten jüdischer Sammler:innen und ihres Eigentums, Infrastrukturen und Ökonomien des privaten Sammelns sowie auch Restitutionsprozesse und konfliktreiche Gespräche über den Verbleib von Kulturgut nach 1945.

Teilnehmer:innen
Prof. Dr. Jörg Deventer, Dubnow-Institut, Leipzig | Prof. Dr. Alina Gromova, HTWK Leipzig | Prof. Dr. Meike Hopp, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg / Universität zu Köln | Dr. Ulrike Saß, MdbK Leipzig | Dr. Monika Tatzkow, Berlin | Jun.-Prof. Dr. Lucy Wasensteiner, Universität Bonn | 

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 Uhr
Museum der bildenden Künste Leipzig