Eröffnung der Ausstellung »Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten«
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis Donnerstag, 8. Oktober 2026 zur Eröffnung an:
Zur Anmeldung
Für Taschen- und Ausweiskontrollen beim Einlass bitten wir um Verständnis.
Am Montag, 12. Oktober 2026, 17 Uhr findet im Dubnow-Institut die Eröffnung der Ausstellung »Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten« statt. Im Podiumsgespräch »Showcasing the Archive« sprechen Dani Hacker (Jerusalem) & Caroline Jessen (Leipzig) über das Schocken-Archiv in Jerusalem. Ab 18 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung mit Grußworten, einer kurzen Einführung sowie der Möglichkeit einer selbstständigen Besichtigung der Ausstellung statt.
Die Ausstellung nimmt die jüdische Flucht und Auswanderung aus Deutschland nach 1933 aus einer prekären Perspektive in den Blick. Denn die Schaffung eines riesigen, umfriedeten Gartens in Jerusalem steht quer zur disruptiven Wucht der Zeit.
1933 entschieden der Unternehmer und Verleger Salman Schocken (1877–1959) und seine Frau Lili (1889–1958), Deutschland mit ihren Kindern zu verlassen. Schockens Kaufhäuser wurden weit unter Wert verkauft, der Verlag liquidiert. Der antisemitischen Gesetzgebung zum Trotz konnte Schocken aber einen Teil seines Vermögens, nicht zuletzt durch den Transfer von Baumaterial und Pflanzen, sowie den Kern seines Archivs nach Jerusalem retten. Viele Akten dokumentieren die praktische und symbolische Bedeutung, die die Gärten der Schockens in Berlin und Jerusalem in diesen Jahren gewannen.
Der Garten mit seinen vertrauten und neuen, importierten und zur Anpassung gezwungenen Pflanzen wird in der Ausstellung zum Emblem einer Migrationserfahrung. Zugleich ist die Geschichte, die wir in dieser Ausstellung erzählen, eine besondere, keine exemplarische.
Führungen
Die Ausstellung kann im Rahmen von öffentlichen und gebuchten Führungen besichtigt werden.
Erste Termine: Donnerstag, 5. November 2026, 14 Uhr; Mittwoch, 11. November 2026, 13 Uhr; Freitag, 20. November 2026, 16 Uhr; Mittwoch, 2. Dezember 2026, 13 Uhr; Freitag, 18. Dezember 2026, 16 Uhr
Montag, 12. Oktober 2026, 17 Uhr
Dubnow-Institut, Leipzig
Die Ausstellung ist aus der Zusammenarbeit zwischen dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, dem JTS Schocken Institute for Jewish Research in Jerusalem und der Familie Schocken hervorgegangen. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat die Ausstellung im Rahmen der Förderung des Projekts »›Betrieb und Idee‹. Salman Schockens Universum im Jerusalemer Archiv« möglich gemacht. Im Zentrum des Forschungsprojekts des Dubnow-Instituts steht das in Jerusalem bewahrte Schocken-Archiv als transnationaler Wissensspeicher jüdischer Geschichte und Kultur.