Broschüren und Jahresberichte
Anhand von acht Fotografien stellt sich das Institut in der Broschüre »30 Jahre Dubnow-Institut« vor. Das nach dem russisch-jüdischen Historiker benannte Forschungsinstitut mit Sitz in Leipzig wurde 1995 auf Beschluss des Sächsischen Landtags gegründet.
Begleitend zur Ausstellung »Der bestimmende Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen« erschien eine Broschüre, die Einblick gibt in die Inhalte der Ausstellung sowie ausgewähltes Fotomaterial der Ausstellung beinhaltet.
Die im Sommer 2022 erschienene Broschüre »Denklabor« stellt in rund 20 Beiträgen die Forschung des Dubnow-Instituts vor. Gleichsam wie ein Blick durch das Fenster in ein Forschungslabor richten wir dabei den Fokus auf den Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens und rücken unsere Fragen und Methoden in den Mittelpunkt.
In unseren Jahresberichten dokumentieren wir die Aktivitäten eines Kalenderjahres. Hier finden Sie neben wichtigen Ereignissen und Veranstaltungen auch eine Übersicht über die Beschäftigten des Instituts, unsere Forschungsprojekte und Publikationen sowie unsere Kooperationspartner. Dieses 2019 etablierte öffentlichkeitswirksame Format stellt eine der Maßnahmen zur Einpassung in die Strukturen der Leibniz-Gemeinschaft dar und löst den zuvor erschienenen internen Bericht ab. Zwischen 1999 und 2014 diente das »Bulletin« der Dokumentation unserer Tätigkeiten.
Broschüre »30 Jahre Dubnow-Institut«

Anhand von acht Fotografien stellt sich das Dubnow-Institut in dieser Broschüre vor. Das nach dem russisch-jüdischen Historiker benannte Forschungsinstitut mit Sitz in Leipzig wurde 1995 auf Beschluss des Sächsischen Landtags gegründet.
Das Foto auf dem Titelblatt zeigt den damals 61-jährigen russisch jüdischen Historiker Simon Dubnow (1860, Mstislawl, russisches Zarenreich – 1941, Riga) beim Verpacken der Bibliothek vor seiner Ausreise nach Berlin im April 1922. In Sowjetrussland sah er weder für sich noch für sein Anliegen – die Anerkennung des jüdischen Kollektivs als Volk und diasporische Nation – eine Zukunft. In Deutschland vollendete er sein Hauptwerk, die zehnbändige Weltgeschichte des jüdischen Volkes, musste aber zugleich den Aufstieg des Nationalsozialismus erleben. 1933 floh er vor den Nazis nach Riga. Nach der Besetzung des Baltikums durch die Deutschen wurde er dort im Dezember 1941, wie die meisten Jüdinnen und Juden in Lettland, ermordet.
Wie in einem Brennglas verdichtet sich in dieser Ausreiseszene die Agenda des nach Simon Dubnow benannten Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur. Seine Biografie steht exemplarisch für jüdische Erfahrungen im 19. und 20. Jahrhundert: für Emanzipation und Autonomie, für Vielsprachigkeit, Mobilität und Wissenstransfer, aber auch für Zwangsmigration, Flucht, Vertreibung und Gewalterfahrung. Dubnows Geschichtsschreibung, deren Charakteristikum die Einbettung der jüdischen Erfahrung in ihre Umgebungskontexte ist, prägt den Forschungsansatz des Instituts. Sein Wirkungsraum, das mittlere und östliche Europa, erweitert um die Länder der jüdischen Emigration – vor allem Israel und Amerika –, steht im Fokus des wissenschaftlichen Arbeitens. Gleichzeitig deutet die Fotografie mit der Bücherkiste auf einen weiteren Schwerpunkt: Objekte, die migrieren, Eigentum, das zurückgelassen wird, Sammlungen, die verstreut und zerstört werden.
Ausstellungsbroschüre »Der bestimmende Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen«

Im Mittelpunkt der Ausstellung und deren Broschüre stehen Fotografien jüdischen Lebens in Polen unmittelbar nach dem Holocaust. Beides entstand in enger Kooperation mit dem Jüdischen Historischen Institut Emanuel Ringelblum in Warschau, das eine der bedeutendsten Sammlungen zur polnisch-jüdischen Geschichte bewahrt. Ein einzigartiger Bildbestand insbesondere von Fotoalben gibt Einblick in die Ambivalenz der ersten Nachkriegsjahre.
Jüdisches Leben in Polen unmittelbar nach dem Holocaust war voller Ambivalenzen und widersprüchlicher Erfahrungen: zwischen Selbstbestimmung und Gewalt, Trauer und Neuanfang, Wiederaufbau und Emigration. In Niederschlesien, auf ehemals deutschem Gebiet, erlebte jüdisches Leben für einige Jahre eine kurze Blüte. Zeitgleich fanden Übergriffe auf Jüdinnen und Juden statt, der größte Gewaltausbruch war das Pogrom von Kielce im Sommer 1946. Diese Eskalation war einer der wesentlichen Gründe für die Emigration eines großen Teils der Holocaustüberlebenden bis Ende des Jahrzehnts.
Broschüre »Denklabor«
Die im Forschungsprojekt »Wanderndes Wissen« entstandene Broschüre »Denklabor« stellt in rund 20 Beiträgen die Forschung des Dubnow-Instituts vor. Dabei haben wir uns bewusst entschieden, uns von unserer Arbeitsstruktur zu lösen: Im Institutsalltag sind die in der Broschüre vorgestellten Themen und Fragestellungen in den drei Forschungsressorts »Politik«, »Recht« und »Wissen« sowie im Arbeitsbereich »Wissenstransfer« strukturell verankert. Für unsere Broschüre haben wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den unterschiedlichen Ressorts, dem Transferbereich sowie Gäste dazu eingeladen, gemeinsam Beiträge zu verfassen. Aus gegenwärtigen und in die Zukunft weisenden übergreifenden Fragestellungen und methodischen Ansätzen haben sich neue Sichtachsen ergeben, die wir Ihnen gleich einem Blick durch die Fenster in unser Forschungsinstituts hier präsentieren. Wir wünschen eine anregende Lektüre.
Jahresberichte
Jahresbericht 2024 erschienen
Der Jahresbericht 2024 des Dubnow-Instituts ist eben erschienen. Auf knapp 110 Seiten stellt er das im November feierlich eröffnete Internationale Graduiertenkolleg »Belongings: Jewish Material Culture in Twentieth-Century Europe and Beyond« ins Zentrum. Beruhend auf der Idee, dass jüdische Geschichte auf substanzielle und innovative Weise durch die Analyse ihrer Welt der Objekte rekonstruiert, erzählt und erinnert werden kann, vereint das Kolleg in den kommenden Jahren deutsche, israelische und weitere internationale Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen akademischen Karrierestufen.
Zudem dokumentiert der Bericht die Institutsforschung, berichtet von den Veranstaltungen und der Lehre im vergangenen Kalenderjahr und zeigt alle 2024 erschienenen Publikationen und Blogbeiträge des Instituts. Der Bericht kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.
Jahresbericht 2023 erschienen
Der umfangreiche Jahresbericht 2023 des Dubnow-Instituts ist eben erschienen. Auf knapp 130 Seiten dokumentiert er die Institutsforschung, berichtet von den Veranstaltungen und der Lehre im vergangenen Kalenderjahr und zeigt alle 2023 erschienenen Publikationen des Instituts. Meilensteine waren die Zusage für die Etablierung von »Belongings«, dem ersten deutsch-israelischen Graduiertenkolleg in den Geisteswissenschaften, die außerordentlich erfolgreiche Evaluierung des Instituts durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft sowie die internationale Konferenz »Looking at the Ghetto ...«, die im April 2023 an den Aufstand im Warschauer Ghetto 80 Jahre zuvor erinnerte. Der Bericht kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.
Jahresbericht 2022 erschienen
Zum vierten Mal in Folge erscheint der Jahresbericht des Dubnow-Instituts im neuen Design. Er stellt die im Jahr 2022 neu am Institut begonnenen Forschungsprojekte vor, berichtet von den Veranstaltungen und der Lehre im vergangenen Kalenderjahr und zeigt alle 2022 erschienenen Publikationen des Instituts. Er kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.
Jahresbericht 2021 erschienen
Der Jahresbericht für das Jahr 2021 kann als PDF hier auf der Website eingesehen und heruntergeladen werden. Er berichtet über die Aktivitäten des letzten Kalenderjahres. Hier finden Sie neben wichtigen Ereignissen und Veranstaltungen auch eine Übersicht über die Beschäftigten des Instituts, unsere Forschungsprojekte und Publikationen sowie unsere Kooperationspartner.
Jahresbericht 2020 erschienen
Der Jahresbericht für das Jahr 2020 ist erschienen und kann als PDF hier auf der Website eingesehen und heruntergeladen werden. Er berichtet über ein forschungsintensives Jahr, das in zweierlei Hinsicht ein ungewöhnliches war: aufgrund der Corona-Pandemie und deren Folgen auf den Arbeitsalltag des Instituts, aber auch aufgrund der Gründung des Instituts vor 25 Jahren.
Jahresbericht 2019 erschienen
Heute ist ist der Jahresbericht 2019 des Dubnow-Instituts erschienen. In den vergangenen Jahren dokumentierte das Institut seine Aktivitäten in einem internen Tätigkeitsbericht, von 1999 bis 2014 diente das Bulletin der Berichterstattung. Die öffentlichkeitswirksame Veröffentlichung der Forschungsprojekte, Publikationen, Veranstaltungen und Lehrangebote aus dem Jahr 2019 ist eine von vielen Maßnahmen zur Einpassung in die Strukturen der Leibniz-Gemeinschaft. Der Jahresbericht ist in dem 2019 für das Institut entwickelte Corporate Design gestaltet.










