Pressemitteilung

8. Oktober 2026

Filmreihe »Sprachlandschaften« des Dubnow-Instituts

Auftakt mit »Herr Zwilling und Frau Zuckermann« am 21. Oktober in den Passage Kinos, Leipzig

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Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, 18 Uhr wird in den Passage Kinos Leipzig der Film »Herr Zwilling und Frau Zuckermann« von Volker Koepp (D 1999) gezeigt. Der Film bildet den Auftakt der Reihe »Sprachlandschaften«, die das Dubnow-Institut anlässlich des Themenjahres »Tacheles« gestaltet hat. Albert Wiederspiel, Kurator der Reihe und Anna Artwińska, Professorin an der Universität Leipzig, eröffnen die Reihe. Nach dem Film findet ein Gespräch zwischen den beiden Historikern vom Dubnow-Institut, Jörg Deventer und Nicolas Berg, statt.

Ausgangspunkt der insgesamt sieben Filme, die von Oktober bis Dezember an fünf Terminen in den Passage Kinos in Leipzig gezeigt werden, ist die sprachliche Diversität jüdischen Lebens und jüdischer Kultur. Unter vollständig veränderten Rahmenbedingungen bestand die Vielheit jüdischer Sprachen nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust fort und entwickelte sich neu. Die Filme der Reihe spannen deswegen einen zeitlich weiten Bogen und stammen aus verschiedenen Jahrzehnten. Sie bieten etwa Einblick in das Fortleben des Ladino in Israel, den Niedergang der deutschen Sprache in der Bukowina nach dem Zweiten Weltkrieg oder verhandeln Deutsch und Russisch als jüdische Sprachen in Israel von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die jüngste Gegenwart. Die Reihe versucht damit den kulturellen Reichtum aufzufächern, der im 20. Jahrhundert zum großen Teil verloren gegangen ist. 

Das von Albert Wiederspiel, dem ehem. Leiter von Filmfest Hamburg, und Yfaat Weiss, Direktorin des Dubnow-Instituts, kuratierte Format von internationalen Spiel- und Dokumentarfilmen lädt zudem ein, mit Filmschaffenden und weiteren Expert:innen über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Zu Gast sind unter anderem die Regisseure Michel Grosman, Gerhard Schick und Eric Esser, die Historikerin Jurgita Verbickiene und der Filmemacher und Linguist Benjamin Freidenberg.