Walter Benjamin, Über den Begriff der Geschichte (1940). Ein Lektüreseminar
Freitag, 6. November 2026, 11.15–12.45 (digital); Dienstag, 24. November 2026, 10.15–17.15 (Präsenz, I. Block); Dienstag, 1. Dezember 2026, 10.15–17.15 (Präsenz, II. Block); Freitag, 18. Dezember 2026, 11.15–12.45 (digital)
Start: 6. November 2026
Dubnow-Institut, Leipzig / digital
Seminarsprache: Deutsch
Die achtzehn geschichtsphilosophischen Thesen Walter Benjamins (1892–1940) – geschrieben im Frühjahr 1940 im Pariser Exil – werden in den Geisteswissenschaften seit den 1970er Jahren als kanonischer Text rezipiert. Vor allem im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaft, der Philosophie, den Medienwissenschaften wie im Kontext der Postmodernen Theorien wurde diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichtsauffassung Benjamins geführt und intensivierte sich international in den folgenden Jahrzehnten. Im Seminar wird versucht, die Thesen Walter Benjamins durch eine genaue und kritische Lektüre zu verstehen und historisch einzuordnen. Dabei wird auch zu untersuchen sein, wie weitgehend sich die Geschichtswissenschaft mit diesem paradigmatischen Text des deutsch-jüdischen Intellektuellen auseinandergesetzt hat. Und nicht zuletzt wollen wir der Frage nachgehen, was Benjamins Nachdenken über den Begriff der Geschichte für eine gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und der Geschichtswissenschaft bedeutet.
Literatur: Walter Benjamin, Über den Begriff der Geschichte
Für Seniorenstudium geöffnet: nein
Teilnehmer:innen: max. 30
Einschreibung: siehe zentraler Termin des Historischen Seminars
Prüfungsleistungen: Referat und Hausarbeit

