Ausstellen: Das jüdische Davos
Fr, 17. April 2026, 11.15–12.45 (digitaler Auftakt); Di, 2. Juni 2026 (ganztags im Dubnow-Institut); Di, 16. Juni 2026 (ganztags im Dubnow-Institut); Fr, 26. Juni 2026, 11.15–12.45 (digitaler Abschluss)
Start: 17. April 2026
Dubnow-Institut, Leipzig / digital
Seminarsprache: Deutsch
Der international bekannte Lungenkurort Davos wurde im 19. und 20. Jahrhundert zu einem Ort europäischer Ereignis-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Nicht erst auf den zweiten Blick ist Davos von jüdischer Geschichte geprägt. Angefangen von der Etablierung jüdischer Kureinrichtungen Ende des 19. Jahrhunderts sowie einer jüdischen Gemeinde im Jahr 1918; über die literarische ambivalente Auseinandersetzung Thomas Manns mit dem Judentum in seinem Roman DerZauberberg, erschienen 1924, über die Figur des Leo Naphta; bis hin zur weltberühmten Davoser Disputation zwischen dem deutsch-jüdischen Philosophen Ernst Cassirer und Martin Heidegger. Demgegenüber befand sich ab 1932 in Davos eine der größten Auslandsorganisationen der NSDAP. In diesem Kontext steht das Attentat David Frankfurters auf den NSDAP-Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff 1936. Aus dieser Perspektive erscheint Davos auch als ein Ort, an dem sich eine spannungsreiche europäisch-jüdische Verflechtungsgeschichte abbildet. Im Seminar werden die zentralen Themen der jüdischen Geschichte von Davos anhand von Texten reflektiert und es sollen Ausstellungseinheiten mit Objekten entwickelt werden.
Literatur: Ein Seminarreader wird vor der ersten Sitzung bereitgestellt.
Für Seniorenstudium geöffnet: nein
Teilnehmer:innen: max. 30
Einschreibung: siehe zentraler Termin des Historischen Seminars
Prüfungsleistungen: Referat und Hausarbeit

