Workshops 2015

7. Dezember 2015

Tangled Heritage
Jewish Publishing Cultures in the Interwar Period

 

Der Workshop »Tangled Heritage« ist eine Kooperationsveranstaltung des Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, des Simon-Dubnow-Instituts, Leipzig, und der Deutschen Nationalbibliothek und wird vom Goethe Institut im Rahmen der Veranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen gefördert. Ziel der Veranstaltung ist es, Forscher der Kultur- und Buchgeschichte sowie weiterer geisteswissenschaftlicher Fächer zusammenzubringen, um die verschiedenen Aspekte der jüdischen Buch- und Wissensproduktion in der Zwischenkriegszeit zu diskutieren. Bibliothekare und Wissenschaftler aus Israel und Deutschland erörtern den Forschungsstand des Gebietes und möchten zukünftige Formen der Zusammenarbeit entwickeln. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf englisch und deutsch statt.

 

Veranstaltungsort: National Library of Israel, Jerusalem, Givat Ram

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Lina Barouch (I-CORE Center Da'at Hamakom/Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum, Jerusalem/Deutsches Literaturarchiv Marbach), Nathan Cohen (Bar Ilan University, Ramat Gan), Richard I. Cohen (I-CORE Center Da'at Hamakom/Hebräische Universität Jerusalem), Arndt Engelhardt (Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum, Jerusalem/Simon-Dubnow-Institut, Leipzig), Stephanie Jacobs (Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, Leipzig), Caroline Jessen (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Andreas Kilcher (ETH Zürich), Stefan Litt (National Library of Israel, Jerusalem), Stefanie Mahrer (Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel/Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum, Jerusalem), Oren Weinberg (National Library of Israel, Jerusalem), Yfaat Weiss (Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum, Jerusalem), Gil Weissblei (I-CORE Center Da'at Hamakom/The National Library of Israel, Jerusalem) 

 

Programm

 

19. Oktober 2015
Dokument | Rechenschaft | Erinnerung
50 Jahre Ringuraufführung der Ermittlung von Peter Weiss, 1965/2015

 

Am 19. Oktober 1965 wurde das Theaterstück Die Ermittlung von Peter Weiss an vierzehn Bühnen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie in England parallel uraufgeführt. Das 50-jährige Jubiläum dieses Ereignisses nimmt das Simon-Dubnow-Institut zusammen mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft zum Anlass, um wichtige Facetten des Stücks und seiner Wahrnehmung in Ost und West sowie die politische und kulturelle Situation in den 1960er Jahren zu beleuchten. Neben einzelnen Aspekten der Wirkungsgeschichte in Israel und Deutschland werden dabei die Form der Ermittlung als dokumentarisches Stück und die diesem inhärenten Möglichkeiten der Erinnerung an die Schoah thematisiert. Zudem sollen die spezifische Gestaltung des Dramas im Kontext von Peter Weiss' Verständnis jüdischer Zugehörigkeit sowie die zeitgenössische und aktuelle Aufführungspraxis dieses bedeutenden deutschsprachigen Dramas der Gegenwart diskutiert werden.

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Arnd Beise (Fribourg), Jörg Deventer (Leipzig), Arndt Engelhardt (Jerusalem), Christa Grimm (Leipzig), Ilana Hammerman (Jerusalem), Michael Hofmann (Paderborn), Melanie Raemy (Fribourg) 

 

Eine Veranstaltung des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur e. V. an der Universität Leipzig in Kooperation mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft e. V. (IPWG).

                

Programm

 

14. Juli 2015

Early Modern Ashkenazi Record Keeping. Pinkassim as Historical Sources

 

The Pinkassim Project aims at digitizing and making available the communal records of the Ashkenazi communities of Early Modern Europe. As part of our work and within the workshop, we want to discuss the historical, textual, and linguistic context of the Pinkassim with interested academics and students at all levels and from various disciplines. Talks will be devoted to the diffusion of Ashkenazi Pinkassim across Europa, to language and tradition of the record books as well as to Pinkassim as sources for collective history and individual memory. 

 

Participants: Israel Bartal (Jerusalem), David Biale (Davis), Elisheva Carlebach (New York), Jörg Deventer (Leipzig), Raphael Gross (Leipzig), Gershon D. Hundert (Montreal), Debra Kaplan (Ramat Gan), Stefan Litt (Jerusalem), Frauke von Rohden (Leipzig), Adam Teller (Providence). 

 

Programm

 

2. März 2015

Fixierungen. Zum Identitätsbegriff in den Geisteswissenschaften

 

Der Begriff der Identität hat seit den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts in den Geisteswissenschaften Konjunktur. Vor allem im Bereich der jüdischen Geschichte, die es mit einem fluiden Gegenstand zwischen sakralen und profanen sowie diasporischen und nationalstaatlichen Dimensionen zu tun hat, ist die umstandslose Rede von einer »jüdischen Identität« häufig zu beobachten. Der Workshop widmet sich dem Begriff der Identität in historischer, konzeptioneller und erfahrungsgeschichtlicher Sicht. Neben theoretischen Texten werden auch biografische Dokumente diskutiert, die Fragen der Zugehörigkeit verhandeln. Der Workshop verfolgt die These, dass es sich bei »Identität« um einen Krisenbegriff handelt, der jene Kohärenz zu fixieren versucht, die durch die Moderne aufgelöst wurde.

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Jörg Deventer, Arndt Engelhardt, Jan Gerber, Magnus Klaue, David Kowalski, Felix Pankonin, Anna Pollmann, Inka Sauter, Momme Schwarz, Sabrina Walter, Susanne Zepp, Robert Zwarg. 

 

Programm