Sommersemester 2014

Geschichte choreographieren. Zur Theatralisierung der Gedächtnisse nach 1945

 

Dozenten: Prof. Dr. Dan Diner/PD Dr. Jörg Deventer/Stefan Hofmann

Zeit: Donnerstag, 17–19 Uhr (vierzehntäglich)

Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28

 

Das Forschungskolloquium im Sommersemester 2014 widmet sich der dokumentarischen und fiktionalen Darstellung von Geschichte nach dem Holocaust. Forschungen zur Film- und Theatergeschichte haben sich in den letzten Jahren vermehrt der Abbildung historischer und politischer Ereignisse in Theater und Film angenommen. Gleichermaßen haben die Geschichtswissenschaften begonnen, die historische Betrachtung von Kunst sowie ästhetische Perspektiven auf historische Prozesse in ihre Untersuchungen zur Erforschung der Nachkriegsgeschichte mit einzubeziehen. Auch im Bereich der jüdischen Geschichte und Kultur hat die Beschäftigung mit darstellenden Kunstformen wichtige neue Erkenntnisse hervorgebracht. Anknüpfend an diese Entwicklungen sollen im Forschungskolloquium Ansätze der Gedächtnisgeschichte mit Themen der Theater- und Mediengeschichte verbunden werden. Die Vorträge widmen sich Darstellungsweisen von Geschichte in Film und Theater ebenso, wie der Wirkung von darstellenden Künsten auf gesellschaftliche Diskussionen um Geschichte. Darüber hinaus wird nach der Symbolik von Erinnerung und den mit ihr verbundenen Figuren gefragt. Damit sollen neue Perspektiven auf die Rolle von Theater und Film in Bezug auf die Wahrnehmungsgeschichte des Holocaust eröffnet werden.

 

Vorträge:

 

Donnerstag, 10. April 2014

Michael Bachmann (Mainz)

Schauplatz der Erinnerung: 

Zur theatralen Darstellung von Lager und Ghetto

 

Donnerstag, 8. Mai 2014

Sabine Schülting (Berlin)

Shylock-Figurationen:

Zur Problematik von Shakespeares Kaufmann von Venedig nach 1945

 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Ulrike Weckel (Gießen)

Theater des Schreckens:

Allierte Filme über befreite Lager und ihre Wiederkehr im Spielfilm

 

Donnerstag, 19. Juni 2014

Joshua Sobol (Tel Aviv)

Staging Memory:

On Theatre and Historical Remembrance

 

Donnerstag, 26. Juni 2014

Günther Heeg (Leipzig)

Reenacting History:

Das Theater der Wiederholung