Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

Kolloquium

Das Forschungskolloquium findet während des Semesters donnerstags meist vierzehntägig als Teil des Lehrangebots der Universität Leipzig statt. Es steht in jedem Semester unter einem anderen Leitthema, welches jeweils einen Arbeitsschwerpunkt des Instituts spiegelt. Die öffentlichen Vorträge werden in der Regel von auswärtigen Referentinnen und Referenten gehalten.

Sommersemester 2019

Grundprobleme der jüdischen und allgemeinen Geschichte der Neuzeit

 

Dozentinnen und Dozent: Anna Holzer-Kawalko, Dr. Enrico Lucca, Judith Siepmann

Forschungskolloquium

Zeit: Donnerstag, 17.15–18.45 Uhr (vierzehntägig)

Beginn: 4. April 2019

Ort: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Seminarraum EG, Goldschmidtstr. 28, Leipzig

 

Jewish Material Cultures in East Central Europe in the 20th Century

 

Das Kolloquium nähert sich der jüdischen Geschichte Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert aus der Perspektive seiner materiellen Kulturen. Im Vordergrund stehen dabei zentrale Orte und Institutionen wie Jüdisch-theologische Seminare, Museen, Bibliotheken und (private) Sammlungen in der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Vorwiegend in Fallstudien widmen sich die Vorträge verschiedenen Ländern wie der Tschechoslowakei, Ungarn sowie Polen und nehmen einerseits die Vielfältigkeit des kulturellen und spirituellen jüdischen Lebens in der Zwischenkriegszeit, andererseits den Raub, die Verschleppung und die Zerstörung des jüdischen materiellen Erbes durch die Nationalsozialisten in den Blick. Außerdem soll ein Fokus auf die Zerstreuung und den Verbleib, die Restitutionsbemühungen und die Weiternutzung der die Katastrophe überlebenden Bücher und Objekte als Spuren jüdischer Lebenswelten vor dem Hintergrund der radikalen Veränderungen des jüdischen Lebens sowie der Neuziehung politischer Grenzen in Ostmitteleuropa nach 1945 gerichtet sein.

 

 

Programm

 

Vorträge

 

4. April 2019

Leora Auslander (Chicago)

Jewish Things? Material Culture and Jewish Studies

 

2. Mai 2019

Vera Ábrahám, Dóra Pataricza (Szeged)

Zwischen Szeged und Jerusalem: Das Schicksal der Immánuel-Löw-Bibliothek

 

16. Mai 2019

Andrea Jelínková (Prag)

Silent Witnesses: Books in Ghetto Terezín during and after World War II

 

27. Juni 2019

Michal Czajka (Warschau)

Remnants of the German-Jewish Past: Archival Holdings at the Jewish Historical Institute in Warsaw after 1945

 

4. Juli 2019

Janusz Spyra (Czestochowa)

Spuren einer zerstörten Welt: Das deutsch-jüdische Kulturerbe in Slask Cieszynski nach 1945

Rückblick