2000/2001 »Häuser des Buches – Leute des Buches. Bilder jüdischer Bibliotheken«

Anhand ausgewählter zeitgenössischer Fotografien und korrespondierender Zitate stellt die von Markus Kirchhoff entworfene Ausstellung Aspekte der jüngeren Bibliotheksgeschichte vor. Den zeitlichen Rahmen bilden die Jahre zwischen etwa 1850 bis 1950. Während einzelne Kapitel regionalen und lokalen Schwerpunkten wie dem östlichen Europa, Palästina und Berlin gelten, dokumentiert ein weiterer Abschnitt die Wiederentdeckung der Genisa, eines Raums in der Synagoge, der eigens als Depot für unbrauchbare Schriftstücke eingerichtet wurde. Thematisch ist der Bogen vom Entstehen kleiner Büchereien im Schtetl über die Blüte mitteleuropäischer Bibliotheken in den zwanziger Jahren bis zu den nationalsozialistischen Plünderungen und Zerstörungen gespannt. Die neuere jüdische Bibliotheksgeschichte entpuppt sich so in mehrfacher Hinsicht als eine Migrationsgeschichte.

Begleitend zur Ausstellung erschien das folgende mit zahlreichen Photos und bibliophilen Details versehene Buch:

 

Markus Kirchhoff

Häuser des Buches. Bilder jüdischer Bibliotheken

Hg. von Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig, gebunden mit Schutzumschlag, Leipzig: Verlag Reclam Leipzig, 2002, 191 Seiten mit 57 SW-Abb., ISBN 3-379-00786-2, Preis: 24,90 € (D)

 

Bestellungen sind über den Buchhandel oder direkt über den Reclam Verlag möglich.