Simon-Dubnow-Institut

Forschungsstipendium für eine/n Postdoktorandin/en

Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) ist ab dem 01.04.2018 ein

 

Forschungsstipendium für eine/n Postdoktorandin/en

 

zu vergeben.

 

Das Dubnow-Institut (DI) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Rahmen der Wissenschafts­gemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, die sich der wissenschaftlichen Erforschung der jüdischen Lebenswelten vornehmlich in Mittel- und Osteuropa vom Mittelalter bis zur Gegenwart widmet. Es vertritt diesen Gegenstand in der universitären Lehre und präsentiert die Ergebnisse seiner Forschung der akademischen und allgemeinen Öffentlichkeit.

 

Das Stipendium ist innerhalb des Forschungsprojekts »Materielle Spuren deutsch-jüdischer Lebenswelten des östli­chen Europa: Buchsammlungen und Bibliotheken nach dem Zweiten Weltkrieg« angesiedelt, in dem die Gedächt­nisgeschichte deutschsprachiger Juden im östlichen Europa mit Blick auf ihre nach 1945 verbliebenen Kulturgüter rekonstruiert wird. Anhand der während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten verlagerten, zer­störten und fragmentarisierten jüdischen Buchsammlungen, die nach Kriegsende an zahlreichen Orten in Polen, der Tschechoslowakei, im Baltikum und Rumänien wiederauftauchten, wird einerseits die Bedeutung ihrer Bergung und Rettung für die Zukunftsgestaltung jüdischen Lebens nach 1945 analysiert. Andererseits werden die Möglichkeiten des Weiterwirkens der vielschichtigen deutsch-jüdischen Traditions- und Wissens­bestände inner­halb und außerhalb Ostmitteleuropas zur Anschauung gebracht.

 

Es handelt sich um ein Vollzeitstipendium, das mit monatlich 2.900 EUR für eine Laufzeit von zwei Jahren vergütet wird.  

 

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Stipendiums soll eine kleinere monografische Studie entstehen, die anhand ausgesuchter, für den Themenzusammenhang ikonischer Orte wie etwa Prag, Warschau, Czernowitz, Jerusalem und New York und mittels der Frage nach den Prozessen von Aufbau, Raub, Zerstreuung, Neugruppierung und Transfer von Buch­sammlungen jüdischer Provenienz den Gedächtnisraum des deutschsprachigen Judentums aus dem östlichen Europa im 20. Jahrhundert zur Darstellung bringen wird. Daneben wird die Organisation eines Forschungskollo­quiums zum Thema Teil der Aufgaben der/des Projektbearbeiterin/s sein.  

 

Voraussetzungen:

Der/Die Bewerber/in sollte über eine sehr gut abgeschlossene Promotion in einem der für das DI relevanten Fächer, insbesondere Geschichte, Judaistik, Jüdische Studien, Germanistik, Kulturwissenschaften, sowie über internationale Forschungserfahrung verfügen. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen, des Jiddischen oder des Hebräischen sind erwünscht.

 

Bewerbungsfrist:

Bewerbungen sind einzureichen bis zum 04.03.2018; der Beginn des Stipendiums erfolgt unter Vorbehalt der Mittelzusage zum 01.04.2018.

 

Einzureichende Unterlagen:

- Motivationsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Publikationsliste
- Hochschulabschlusszeugnisse, Promotions­urkunde (sowie Kopien relevanter Zeugnisse und Beurteilungen)
- Exposé des vorgesehenen Forschungsprojekts, das sich an dem oben skizzierten inhaltlichen Rahmen orientiert (max. 5 Seiten)
- eine aussagekräftige Veröffent­lichung (Aufsatzstudie im Umfang von 20–30 Seiten)

 

Die Bewerbung ist per Post oder als zusammenhängende PDF-Datei (max. 8 MB) per E-Mail zu richten an:

 

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow 

Direktorin

Frau Prof. Dr. Yfaat Weiss

Goldschmidtstraße 28

04103 Leipzig

fitzpatrick(at)dubnow.de

 

Nachfragen zum inhaltlichen Zuschnitt des Projekts können Sie gerne an Dr. Elisabeth Gallas richten. Für personalrelevante Rückfragen steht Ihnen Mandy Fitzpatrick zur Verfü­gung.

 

Das Dubnow-Institut legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Bewerbungen von qualifizierten Frauen begrüßen wir daher besonders. Menschen mit Behinderungen werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

 

Aus Kostengründen können die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesendet werden. Diese werden nach zwei Monaten bzw. nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet. Sollten Sie die Rücksendung der Unterlagen wünschen, legen Sie bitte einen ausreichend großen und frankierten Rückumschlag bei.