Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig
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Jüdische Geschichte & Kultur. Magazin

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Band 30

David Kowalski:

Polens letzte Juden

Herkunft und Dissidenz um 1968

 

 

 

  

 

 

  

243 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2018 

ISBN 978-3-525-37068-1, Preis: 45,00 € (D) 

ISBN 978-3-647-37068-2 (E-Book), Preis: 37,99 € (D)

 

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Warschau 1968. Studenten protestieren gegen die polnische Staats- und Parteiführung. Sie treten nicht für die Abschaffung des Sozialismus, sondern für die Verwirklichung seiner Versprechen ein. Viele der jungen Oppositionellen, darunter Irena Grudzi?ska, Adam Michnik und Jan T. Gross, kommen aus jüdischen Familien. Die wenigsten von ihnen identifizieren sich jedoch mit dem Judentum, sie verstehen sich als polnische Patrioten und als Kommunisten. Dennoch verschafft sich ihre Herkunft in ihrem Protest verschlüsselt Geltung. David Kowalski untersucht in seiner Studie die Bedeutung dieser Zugehörigkeit für die frühe Oppositionsbewegung. Hierfür geht er in die Zwischenkriegszeit zurück und beleuchtet den Erfahrungshintergrund der Elterngeneration der Dissidenten von 1968. Er fragt nach den Nachwirkungen des Holocaust und zeigt die Verschränkung von Herkunft, kommunistischer Hoffnung und sozialistischen Enttäuschungen auf.