Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Band 20

In dunkelblau gehaltenes Buchcover mit transparenter Ecke oben rechts. Darin in schwarzer und roter Schrift die bibliografischen Angaben zum Buch. Im Hintergrund eine Fotografie, die zwei Männer zeigt, die beide Anzug und Hut tragen und eine sonnige Straße entlang laufen. Sie treten gerade aus dem Schatten ins Licht, der linke trägt eine Aktentasche.

Maria Gotzen-Dold:

Mojzesz Schorr und Majer Balaban.

Polnisch-jüdische Historiker der Zwischenkriegszeit

 

 

333 Seiten mit 2 Stammbäumen, gebunden mit Schutzumschlag

Göttingen/Bristol, Conn.: Vandenhoeck & Ruprecht, 2014

ISBN 978-3-525-36998-2

Preis: 65,00 € (D)

ISBN 978-3-647-36998-3 (E-Book)

Preis: 54,99 € (D)

 

 

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Die Studie von Maria Gotzen-Dold hat Leben und Werk der polnisch-jüdischen Historiker Mojzesz Schorr und Majer Balaban zum Gegenstand. Beide wirkten vornehmlich in der Zeit der Zweiten Polnischen Republik in Lemberg und Warschau. Ihr Blick auf die jüdische Geschichte erfolgte vor dem Hintergrund der sich im Wandel befindlichen und letztendlich zerbrechenden Vielvölkerreiche und suchte die lange Tradition des Judentums in Polen mit der polnischen Geschichte als solcher zu verbinden. Beide teilten die Überzeugung, dass ein jüdisches Geschichtsbewusstsein die Religion in einer sich säkularisierenden Welt zunehmend ersetzen könne.

 

Maria Gotzen-Dold verknüpft erstmals eine breite Auswertung der Werke Schorrs und Balabans und die von ihren Schülern weitergegebene Überlieferung mit den Befunden aus umfangreichen Archivrecherchen in Polen und der Ukraine. Dadurch kann ein Bild von den Erwartungen und Perspektiven gezeichnet warden, die sich mit dem Zerfall der alten imperialen Ordnung und dem Übergang in nationalstaatliche Geschichtskulturen am Beginn des 20. Jahrhunderts ergeben haben.