Leibnizprofessur der Universität Leipzig

 

Im Sommersemester 2007 war Professor Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) Leibnizprofessor der Universität Leipzig am Simon-Dubnow-Institut. Die Leibnizprofessur ist eine Forschungsprofessur des Zentrums für Höhere Studien der Universität Leipzig.

 

Hans Ulrich Gumbrecht bot ein Blockseminar »Stimmung der Latenz. Texte und Situationen der unheimlichen Ruhe in den 50er Jahren« an.

 

Beschreibung:

Die fünfzehn Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in Amerika und Europa haben sich in unserer Retrospektive den wohl verdienten Ruf des Quietismus erworben. Das heißt, dass »traumatische Erfahrungen«, die sich nur wenige bewusst machen wollten und niemand wirklich bewusst machen konnte, unter einem Mantel des Schweigens gehalten wurden. Heute aber will uns diese Zeit des heiklen und problematischen Schweigens wie eine »Latenzzeit« im Hinblick auf unsere gegenwärtigen Interessen und Faszinationen erscheinen. Ziel des Seminars ist es, Texte und Situationen zu analysieren, die zwischen 1945 und 1960 entstanden sind – und aus möglichst vielen Sprachen und Situationen stammen. Unsere Diskussionen sollen zur ersten Skizze eines Projekts führen, dessen Titel vorerst identisch mit dem des Seminars ist.

 

Die Antrittsvorlesung zur Leibnizprofessur der Universität Leipzig zum Thema »Latenz-Stimmung. Wie gegenwärtig sind uns die 50er Jahre?« fand am 22. Mai 2007 im Alten Senatssaal der Universität Leipzig statt.

 

Hans Ulrich Gumbrecht leitete im Sommersemester 2007 zusammen mit Dan Diner das Forschungskolloquium mit dem Titel »Verborgene Gedächtnisse«, das zweiwöchentlich Donnerstags stattfand. Termine, Vorträge und Referenten finden Sie hier.

 

Nähere Informationen zu Hans Ulrich Gumbrecht finden Sie hier.

 

Informationen zur Leibinzprofessur finden Sie auf der Homepage des ZHS.