Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

toldot, Band 14 (2021)

Theresa Eisele

Szenen der Wiener Moderne

Drei Artefakte und ihre Vorstellungswelten des Jüdischen

 

Mit einem Vorwort von Yfaat Weiss

 

165 Seiten, mit 7 Abb., kartoniert
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2021
ISBN: 978-3-525-35823-8
Preis: 25,00 € (D)
ISBN: 978-3-647-35823-9 (E-Book)
Preis: 19,99 € (D)

 

 

 

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Das Essay erzählt die Geschichte dreier Artefakte aus Wien, angefangen vom in der Ersten Republik Österreich gedrehten Stummfilm Die Stadt ohne Juden (1924) über die Theatersensation der Jahrhundertwende Die Klabriaspartie (1890) zurück in das Jahr der Weltausstellung 1873, in dem eine Typenfotografie eines jüdischen Hausierers entstand. Mit ihrer jeweiligen Spezifik nur im lokalen Kontext verstehbar, sind die Artefakte dennoch in europäische Erfahrungszusammenhänge und Denktraditionen eingewoben. Ihre Untersuchung gibt Einblicke in die Vorstellungswelten des Jüdischen in der Wiener Moderne und legt Prozesse der Authentisierung und Dekonstruktion offen. Damit gelingt eine film-, theater- und medienhistorische Perspektive auf Fragen der jüdischen Moderne und Dimensionen des nach wie vor konjunkturellen Begriffs der Authentizität.