Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

Konferenzen 2018

Tagung

Titelseite einer Einladungskarte, größtenteils in einem Braunton, der typisch für alte Dokumente ist, darauf in schwarzer Schrift Angaben zur Veranstaltung sowie eine Schwarz-Weiß-Fotografie, die einen Lesesaal in einer Bibliothek zeigt. Rechts ein mindgrüner Balken mit Schrift, am oberen und linken Rad Ausschnitt einer Schwarz-Weiß-Fotografie, auf der ein Haus und Menschen erkennbar sind.

Archives of German-Jewish Scholarship

 

29. November 2018

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

 

In 2018, the Hebrew University celebrates 100 years since the laying of its cornerstone. More than any other research institute, the Hebrew University embodies the complex interactions between science and politics in the twentieth century, a period shaped by conflicts and tensions.

 

To mark this occasion, the German Literature Archive Marbach together with the Hebrew University will explore the history of a century of German-Jewish culture and research. This includes the opening of the Hebrew University’s Historical Archive (1918–1948) as well as of a number of important historical documents held in Israel, to which the international research community previously had only very limited access and which were made availabe within the framework of two major research projects in the past years. Prominent examples from the Historical Archive and from the holdings of the Staatsbibliothek zu Berlin will be on display.

 

Programm

 

Veranstalter: Deutsches Literaturarchiv Marbach, Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, The Hebrew University of Jerusalem und Franz Rosenzweig Minerva Research Center, HUJI. Gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung und das Auswärtige Amt.

Jahreskonferenz

Plakat, im oberen Drittel blau mit weißer Schrift, in den unteren zwei Drittel größtenteils weiß mit schwarzer Schrift, dazwischen, beide Farben überlappend am rechten Rand, Titelbild einer Zeitschrift mit illustrierten hebräischen Buchstaben.

Shared Space – Contact Zones:

Modern Hebrew and Yiddish Literature in Eastern Europe

 

23.–25. Oktober 2018

Ort: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

 

Wissenschaftliche Konzeption von Yfaat Weiss (Leibniz-Institut für Jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig), Efrat Gal-Ed (Institut für Jüdische Studien, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Natasha Gordinsky (Institut für hebräische und vergleichende Literatur an der Universität Haifa) und Sabine Koller (Institut für Slavistik, Universität Regensburg)

 

 

Die Literatur in jiddischer und hebräischer Sprache, die in einer Zeit des Übergangs vom späten 19. zum frühen 20. Jahrhundert im östlichen Europa entstand, nahm Elemente der Klassischen Moderne in mancherlei Hinsicht vorweg. Mit hohem Sprachbewusstsein und Mut zum literarischen Formexperiment schufen jüdische Schriftsteller in diesen Sprachen eine Avantgarde, in der sich Einflüsse ihrer Umgebungskulturen und eigene Traditionen verbanden. Im politischen und ideologischen Spannungsfeld zu den gleichzeitig aufkommenden nationalen Erneuerungsbewegungen entstanden hier Essays, Prosatexte und Poesie, verfasst von Autoren, die an zwei oder mehreren kulturellen Referenzwelten Anteil hatten.

 

Die Internationale Jahreskonferenz des Dubnow-Instituts möchte das transkulturelle und multilinguale Amalgam mit seinen ins Universale strebenden Werten genauer betrachten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Israel, Amerika und Deutschland interessieren sich für beides: für die ideengeschichtlichen Schnittflächen der Durchdringung ebenso wie für die historischen Bedingungen ihrer Entstehung im sogenannten Ansiedlungsrayon des Russischen Reichs zwischen Baltikum und Schwarzem Meer.

 

Obwohl – neben der russischen und polnischen – gerade auch die deutsche Sprachwelt diesen Dichtern vertraut war, ist die Literatur der Klassischen Moderne in jiddischer und hebräischer Sprache noch immer ein vernachlässigtes Thema im deutschen Sprachraum. Die Tradition dieser »kleinen Weltliteratur« wurde durch die Schoah fast gänzlich aus dem Gedächtnis Europas gelöscht. Die Jahreskonferenz widmet sich dem Thema mit dem Ziel, eine interdisziplinäre Auseinandersetzung anzuregen und die häufig unbekannt gebliebenen Dichter im Kanon der Literaturgeschichte neu zu verankern.

 

Programm

 

Referentinnen und Referenten

Frieder von Ammon (Leipzig), Anna Artwinska (Leipzig), Samuel Barnai (Jerusalem), Dina Berdichevsky (Leipzig), Nicolas Berg (Leipzig), Sivan Beskin (Tel Aviv), Jörg Deventer (Leipzig), Efrat Gal-Ed (Düsseldorf), Christine Gölz (Leipzig), Natasha Gordinsky (Haifa), Monika Heinemann (Leipzig), Sabine Koller (Regensburg), Mikhail Krutikov (Michigan), Katerina Kuznetsova (Regensburg), Enrico Lucca (Leipzig), Harriet Murav (Urbana-Champaign, Svetlana Natkovich (Haifa), Werner Nell (Halle/ Saale), Lilach Nethanel (Ramat Gan), Iris Parush (Beer-Sheva), Rafael Tsirkin-Sadan (Ra'anana), Daria Vakhrushova (Düsseldorf), Yfaat Weiss (Jerusalem/Leipzig), Annette Wolf (Leipzig), Tanja Zimmermann (Leipzig)

 

Öffentliche Lesung

»Weiße Sprache« – Moderne jiddische Lyrik

Im Rahmen der Jahrestagung findet am Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19:15 Uhr im Ariowitsch-Haus eine öffentliche Lesung moderner jiddischer Lyrik mit Efrat Gal-Ed (Düsseldorf), Sabine Koller (Regensburg) und Hans Henrik Wöhler (Leipzig) statt. Auf dem Programm stehen Gedichte von Jacob Glatstein, David Hofstein, Itzik Manger, Anna Margolin und Kadya Molodowsky u. a.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Veranstalter: Dubnow-Institut

Veranstaltungsort: Ariowitsch-Haus e. V., Hinrichsenstraße 14, Leipzig

Der Eintritt ist frei.

 

 

17. internationales Symposium der Stiftung Ettersberg

Jüdisches Leben in Deutschland und Europa nach der Shoah 

 

19.–20. Oktober 2018
Ort: Reithaus Weimar

 

Das 17. Symposium der Stiftung Ettersberg thematisiert die Bedingungen und Ausprägungen jüdischen Lebens in Deutschland und Europa in der Nachkriegszeit. Ausgehend von einem deutsch-deutschen Vergleich, der nach den Spezifika jüdischen Lebens in der DDR und in der BRD nach der Shoah fragt, soll entlang ausgewählter Beispiele auch die Situation in anderen europäischen Ländern betrachtet werden. Thematische Schwerpunkte bilden Fragen nach der Wiederherstellung und sozialen Zusammensetzung jüdischer Gemeinden, den Beziehungen zur Mehrheitsgesellschaft sowie dem politischen und kulturellen Leben. Darüber hinaus widmet sich das Symposium den Formen und Akteuren der Auseinandersetzung mit der Shoah sowie dem Antisemitismus und der antijüdischen Gewalt in den europäischen Nachkriegsgesellschaften.

 

In unterschiedlichen Schwerpunkten wollen wir die vielfältigen Herausforderungen jüdischen Lebens in Deutschland und Europa nach 1945 beleuchten. In einer Podiumsdiskussion stellen wir zudem die Frage, wie jüdische Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg heute ausgestellt werden kann. Der Empfang des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen rundet den Freitagabend ab. Im Anschluss an das Symposiumsprogramm gibt es die Möglichkeit, sich einer Führung durch die Neue Synagoge in Erfurt anzuschließen. Wir laden Sie herzlich ins Reithaus Weimar ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Programm

 

Veranstalter: Stiftung Ettersberg in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

Konferenz

1948. The Jewish Quest for Rights and Justice in the Postwar Moment

 

17. und 18. April 2018

Ort: Brandeis University Faculty Club

 

The Tauber Institute for the Study of European Jewry in Kooperation mit dem The Bernard G. and Rhoda G. Sarnat Center, The Center for German and European Studies (CGES), The International Center for Ethics, Justice, and Public Life, and the Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

 

Programm