Konferenzen 2010

Internationale Konferenz »Historicizing the Jewish People – A Conference in Honour of Simon Dubnow at 150«

 

4. bis 5. November 2010

 

Der Historiker der jüdischen Geschichte Simon Dubnow (1860–1941) gilt als moderner Begründer einer jüdischen Profangeschichte aus osteuropäischer Perspektive. Vor dem Hintergrund einer multinationalen und multireligiösen Realität imperialen Charakters und angesichts einer beschleunigten Modernisierung im russländischen Reich entwickelte Simon Dubnow ein »soziologisches Konzept« zum Verständnis jüdischer Existenzerfahrung in diasporischer Absicht.

 

Die Internationale Jahreskonferenz des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur, Leipzig, führte Expertinnen und Experten zu Leben, Werk und Wirkungsgeschichte Simon Dubnows zu einem zweitägigen Austausch in Leipzig zusammen. Dabei wurden Fragen der historischen Traditionsbildung, der Geschichtstheorie, der Sprachkultur – vor allem aber die krisenhaften Verwerfungen der Zwischenkriegszeit am Vorabend der Katastrophe hinsichtlich des diasporischen Selbstverständnisses im Werk Dubnows thematisiert.

 

Die Konferenz zu Ehren von Simon Dubnow, die in englischer Sprache stattfand, wurde anlässlich der 150-jährigen Wiederkehr seines Geburtstags am 10. September 1860 ausgerichtet und war eine Kooperationsveranstaltung mit der Hebräischen Universität und dem Van Leer Institute in Jerusalem.

 

Aus Anlass des 150. Geburtstags Simon Dubnows erschien am 10.09.2010 auch eine Biografie. Informationen dazu finden Sie hier.

 

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