Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

toldot, Band 13 (2018)

Weinrotes Buch mit hellere Ecke oben rechts, darauf in weißer Schrift die bibliografischen Angaben zum Buch

Christoph Schmidt: 
Israel und die Geister von '68 
Eine Phänomenologie

 

Mit einem Vorwort von Dan Diner

 

201 Seiten, kartoniert 
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2018
ISBN: 978-3-52535-119-2
Preis: 25,00 € (D)
ISBN: 978-364-735-119-3 (E-Book)
Preis: 19,99 € (D)

 



 

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In seinem Essay über eine Phänomenologie der Geister von '68 sucht Christoph Schmidt den Verschiebungen und Chiffrierungen der Schuld- und Geschichtsbürde von Auschwitz nachzugehen. Dabei befasst er sich weniger mit den politischen Ereignissen jenes ikonischen Jahres und seinen Folgen als vielmehr mit den subjektiven Mentalitäten der Akteure.

 

Hier stößt er auf Elemente messianischer Theologie und politischer Psychologie, die damals dem Geist der Zeit zu entsprechen schienen und deren Echo bis heute nachhallt. Die in diesem Milieu sichtbar gewordene rhetorische Überidentifikation mit den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus interpretiert der Autor kritisch als Dokument einer Befangenheit, in der Geschichtsverzweiflung und Schuldverweigerung miteinander verschmelzen.