Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Band 18

Klaus Kempter:

Joseph Wulf.

Ein Historikerschicksal in Deutschland

 

 

422 Seiten mit 11 Abb., gebunden mit Schutzumschlag

Göttingen/Bristol, Conn.: Vandenhoeck & Ruprecht, 2013

2., durchgesehene Aufl., 2014

ISBN 978-3-525-36965-4

Preis: 70,00 € (D)

ISBN 978-3-647-36965-5 (E-Book)

Preis: 59,99 € (D)

 

 

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Der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf (1912–1974) war in den 1950er Jahren der Erste, der in Deutschland Bücher zum Holocaust publizierte. Vor einigen Jahren entspann sich um ihn eine Kontroverse über die frühe bundesrepublikanische NS-Forschung. In ihrem Zentrum stand die Frage, ob die deutsche Zeitgeschichtsforschung nationalapologetisch war und die jüdische Geschichtserfahrung – die Perspektive der Opfer – systematisch ausklammerte.

 

Klaus Kempter beleuchtet diese Frage anhand von Leben und Werk Joseph Wulfs neu. Er korrigiert das vorherrschende, durch seinen Suizid 1974 scheinbar bestätigte Bild Wulfs als tragische und gescheiterte Existenz. Wulf war aufgrund seiner Herkunft und seines Lebenswegs ein Außenseiter, doch seine Publikationen trugen wesentlich zur Aufklärung über den Nationalsozialismus bei. Diese erste Biografie Wulfs erscheint zum 100. Geburtstag des Historikers am 22. Dezember.