Dr. Katharina Stengel

Zur Person

Katharina Stengel ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Simon-Dubnow-Institut. Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, der Soziologie und politischen Wissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. Von 2008 bis 2012 Doktorandin an der Ruhr-Universität Bochum, gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung; Promotion zum Dr. phil. 2012. Thema der Dissertation: »Hermann Langbein und die Auschwitz-Überlebenden in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit«. Langjährige wissenschaftliche Mitarbeit am Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main in Editions-, Forschungs- und Ausstellungsprojekten. Regionalgeschichtliche Arbeiten zu Nationalsozialismus und Judenverfolgung.

Forschungsprojekt

Opferzeugen in NS Prozessen. Eine Analyse ihrer wechselhaften Rolle in sechzig Jahren Bundesrepublik

Forschungsschwerpunkte

• Geschichte und Wirkungsgeschichte des Holocaust
• NS-Verfolgte in den Nachkriegsgesellschaften
• Enteignung und »Wiedergutmachung«

Publikationen

 

Monografien

Hermann Langbein. Ein Auschwitz-Überlebender in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit, Frankfurt a. M./New York: Campus 2012.

 

Tradierte Feindbilder. Die Entschädigung der Sinti und Roma in den fünfziger und sechziger Jahren, Frankfurt a. M.: Fritz Bauer Institut 2004. 

 

Herausgeberschaften

Opfer als Akteure. Interventionen ehemaliger NS-Verfolgter in der Nachkriegszeit, hg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt a. M./New York: Campus 2008 (zus. mit Werner Konitzer).

 

Vor der Vernichtung. Die staatliche Enteignung der Juden im Nationalsozialismus, Frankfurt a. M./New York: Campus 2007.

 

Kataloge

Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945, Frankfurt a. M. 2002 (zus. mit Bettina Leder-Hindemith, Susanne Meinl und Stephan Wirtz).

 

Aufsätze und Artikel

NS-Verfolgte als Prozesszeugen und Akteure, in: Dagi Knellessen/Ralf Possekel (Hgg.), Zeugnisformen. Berichte, künstlerische Werke, Erzählungen von NS-Verfolgten, Berlin 2015, 254–264.

 

Die schwierige Rolle der Verfolgten in den NS-Prozessen. H. G. Adler und Hermann Langbein, in: Rückkehr in Feindesland? Fritz Bauer in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte, hg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts im Auftrag von Katharina Rauschenberger, Frankfurt a. M./New York 2013, 65–84.

 

Hermann Langbein. Vom Antifaschismus zur Auschwitz-Historiografie, in: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts/Simon Dubnow Institute Yearbook 11 (2012), 367–386.

 

Aktivismus, Zeugenschaft und Geschichtsschreibung. Hermann Langbein zum 100. Geburtstag, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 60 (2012), H. 5, 397–416.

 

Die ehemaligen NS-Verfolgten. Zeugen, Kläger, Berichterstatter, in: Jörg Osterloh/Clemens Vollnhals (Hgg.), NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit. Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR, Göttingen 2011, 307–322. 

 

Hermann Langbein und die politischen Häftlinge im Kampf um die Erinnerung an Auschwitz, in: Dachauer Hefte 25 (2009), 96–118.

 

Konkurrenz um verknappte Mittel. Jüdische, polnische, kommunistische Auschwitz-Häftlinge in den Verhandlungen zum Wollheim-Abkommen (2008), www.wollheim-memorial.de.

 

Einleitung, in: Katharina Stengel (Hg.), Vor der Vernichtung. Die staatliche Enteignung der Juden im Nationalsozialismus, Frankfurt a. M./New York 2007, 9–30.

 

Rezensionen

Widerstandshelden, »Rote Kapos« und Parteikader in Halbdistanz (Rezension von Philipp Neumann-Thein, Parteidisziplin und Eigenwilligkeit. Das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos, Göttingen 2014), in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 14 (2015), 73.

 

Günter J. Trittel, »Man kann ein Ideal nicht verraten …« Werner Naumann. NS-Ideologie und politische Praxis in der frühen Bundesrepublik, Göttingen 2013, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 6 (2015), 592–594.

 

Zur Historisierung des Zeitzeugen (Rezension von Martin Sabrow/Norbert Frei (Hgg.), Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945, Göttingen 2012), in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 8 (2012), 69.

 

Fiktive Ahnungslosigkeit und systematische Täuschung (Rezension von Ahlrich Meyer, Das Wissen um Auschwitz. Täter und Opfer der »Endlösung« in Westeuropa, Paderborn u. a. 2010), in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 7 (2012), 68.

 

Ein beinahe vergessener Bericht über Auschwitz (Rezension von Sima Vaisman, In Auschwitz. Das Protokoll einer jüdischen Ärztin nach der Befreiung, Düsseldorf 2008), in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 1 (2009), 48.

 

Interpretationen der Vergangenheit (Rezension von Jürgen Lillteicher, Raub, Recht und Restitution. Die Rückerstattung des jüdischen Eigentums in der frühen Bundesrepublik, Göttingen 2007), in: Newsletter des Fritz Bauer Instituts 32 (2008), 46 f.

 

Moralische Ökonomie (Sammelrezension von Constantin Goschler, Schuld und Schulden. Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte seit 1945, Göttingen 2005; Brigitte Jäger, Leben nach den Nazis. Entschädigungsfälle im Nachkriegsdeutschland, Berlin 2005), in: Newsletter des Fritz Bauer Instituts 28 (2006), 56–58.