Simon-Dubnow-Institut
für jüdische Geschichte und Kultur an der universität Leipzig

Dagi Knellessen

E-Mail: knellessen(at)dubnow.de

Tel.: +49 341 21735-755

Zur Person

Dagi Knellessen ist seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dubnow-Institut. Studium der Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft und Psychologie an der Technischen Universität Berlin; M. A. 2001 an der Universität Berlin. Thema der Magisterarbeit: »Im bedingungslosen Gehorsam und über den Befehl hinaus. Eine Studie über Adolf Eichmann«. Von 2001 bis 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main. Von 2005 bis 2015 freie Erziehungswissenschaftlerin in Berlin, seit 2011 freie Forschungsassistenz für Professor Raphael Gross. 

Forschungsprojekt

Opferzeugen in NS Prozessen. Eine Analyse ihrer wechselhaften Rolle in sechzig Jahren Bundesrepublik

Forschungsschwerpunkte

• NS-Geschichte, Holocaust und Nachkriegsgeschichte

• Wahrnehmungsgeschichte des Holocaust, juristische Aufarbeitung nach 1945 (im Besonderen Zeugenschaft)

Publikationen

 

Monografien

Novemberpogrome 1938. »Was unfassbar schien, ist Wirklichkeit«. Pädagogische Materialien Nr. 03, Frankfurt a. M.: Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums 2015.

 

Herausgeberschaften

Zeugnisformen. Berichte, künstlerische Werke, Erzählungen von NS-Verfolgten, Berlin: Stiftung »Erinnern, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) 2015 (zus. mit Ralf Possekel).

 

From Testimony to Story. Video Interviews about Nazi Crimes. Perspectives and Experiences in Four Countries, Berlin: Stiftung »Erinnern, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) 2015 (zus. mit Ralf Possekel).

 

Rudolf Vrba, Ich kann nicht vergeben, Frankfurt a. M.: Schöffling 2010 (zus. mit Werner Renz).

 

Aufsätze und Artikel

Dimensionen von Zeugnissen und Zeugenschaft. Überlebende des Holocaust als Zeugen vor Gericht, in: Geschichte Lernen 26 (2013), H. 152, 40–50 (zus. mit Gottfried Kößler).

 

Art. »Auschwitz-Prozess«, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur. Im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hg. von Dan Diner, Bd. 1, Stuttgart 2011, 202–207.

 

Gedächtnis der Nation – ein neues Zeitzeugenportal präsentiert sich, 28. November 2011 (zus. mit Markus Nesselrodt).

 

Zur Bedeutung der Opfer-Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), 11. Mai 2011.

 

»Vielleicht« ist die Trauer um unsere Toten irgendwann größer als unser Hass. Universalisierung der Opfer im Film »Die Flucht«, in: Jenseits von Steinbach. Zur Kontroverse um ein Vertreibungszentrum im Kontext des deutschen Opferdiskurses. Eine Broschüre vom Arbeitskreis Geschichtspolitische Interventionen (AGI), Berlin 2010, 23 f. (zus. mit Julia Stegmann).

 

Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, in: Alexander von Plato/Almut Leh/Christoph Thonfeld (Hgg.), Hitlers Sklaven, Wien/Köln/Weimar 2008, 371–388.

 

Momentaufnahmen der Erinnerung. Juristische Zeugenschaft im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess – Ein Interviewprojekt, in: Michael Elm/Gottfried Kößler (Hgg.), Zeugenschaft des Holocaust, Zwischen Trauma, Tradierung und Ermittlung, Frankfurt a. M./New York 2007, 116–138.

 

»Momente der Wahrheit«. Überlebende als Zeugen im Auschwitz-Prozess. Rudolf Vrba und seine Aussage gegen den Angeklagten Robert Mulka, in: Im Labyrinth der Schuld. Täter – Opfer – Ankläger, im Auftrag des Fritz Bauer Instituts hg. von Irmtrud Wojak und Susanne Meinl, Frankfurt a. M. 2003, 195–232.