Schriftenreihe (old)

Die Schriftenreihe des Simon-Dubnow-Instituts wird von Dan Diner herausgegeben und erscheint im Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Die Monografien dieser Reihe sind einer integrativen historischen, kulturanthropologischen und literaturwissenschaftlichen Forschung der jüdischen Geschichte in Mittel-, Ostmittel- und Südosteuropa gewidmet.

 

Der jüngste Band in der Reihe von Klaus Kempter, Band 18, ist dem Leben und Wirken des Historikers und Auschwitz-Überlebenden Joseph Wulf (1912–1974) gewidmet, der am 22. Dezember 100 Jahre alt geworden wäre.

 

Die Bände 15 und 16 der Reihe erschienen im Sommer 2012. Band 15 von Omar Kamil zeichnet eine neue Sicht auf die blockierte Wahrnehmung des Holocaust in der arabischen Welt. Band 16 von Mirjam Thulin befasst sich mit David Kaufmann (1852–1899), Professor am Rabbinerseminar in Budapest. Die Autorin untersucht seinen »Nachrichtendienst« als Exempel jüdischer Gelehrtennetzwerke im 19. Jahrhundert. Band 14 von Dimitry Shumsky behandelt die Ursprünge der binationalen Idee für ein arabisch-jüdisches Palästina im intellektuellen Milieu des Prager Zionismus in der Habsburgermonarchie. 

 

Im Sommer 2010 erschienen Band 13, »Herkunft und Textkultur. Über jüdische Erfahrungswelten in romanischen Literaturen 1499–1627«, von Susanne Zepp und Band 12, »Haskala und Lebenswelt. Herz Homberg und die jüdischen deutschen Schulen in Galizien 1782–1806«, von Dirk Sadowski. 

 

Im Dezember 2009 erschien die Studie von Yotam Hotam über »Moderne Gnosis und Zionismus«, die Dafna Mach im Auftrag des Dubnow-Instituts aus dem Hebräischen übertragen hat.

 

Im Mai und Oktober 2008 wurden mit Band 9 und 10 die Arbeiten von Philipp Graf zur Entstehung und Wirkung der sogenannten »Bernheim-Petition« im Jahr 1933 und von Olaf Terpitz unter dem Titel »Die Rückkehr des Štetl« zum Topos des Štetls in der russischsprachigen jüdischen Literatur der späten Sowjetzeit veröffentlicht.

 

In Bd. 8 widmete sich Alexis Hofmeister dem jüdischen Vereinswesen in Odessa im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (»Selbstorganisation und Bürgerlichkeit - Jüdisches Vereinswesen in Odessa um 1900«, Mai 2007), Anke Hilbrenner hat unter dem Titel »Diaspora-Nationalismus - Zur Geschichtskonstruktion Simon Dubnows« (Bd. 7, Herbst 2006) ihre Forschungen zu Simon Dubnow vorgelegt, die auch als Einführung in Leben und Werk des russisch-jüdischen Historikers zu lesen ist. 

 

Davor erschienen Bd. 6: Yvonne Kleinmann, »Neue Orte - Neue Menschen. Jüdische Lebensformen in St. Petersburg und Moskau im 19. Jahrhundert« (Frühjahr 2006); Bd. 5: Markus Kirchhoff, »Text zu Land. Palästina im wissenschaftlichen Diskurs 1865–1920« (Herbst 2005); Bd. 4: Kai Struve, »Bauern und Nation in Galizien. Über Zugehörigkeit und soziale Emanzipation im 19. Jahrhundert« (Frühjahr 2005); Bd. 3: Katrin Steffen, »Jüdische Polonität. Ethnizität und Nation im Spiegel der polnischsprachigen jüdischen Presse 1918-1939« (Herbst 2004) und Bd. 2: Gabriele Freitag, »Nächstes Jahr in Moskau! Die Zuwanderung von Juden in die sowjetische Metropole 1917-1932« (Herbst 2004).

 

Gertrud Pickhan eröffnete die Reihe mit dem Titel »›Gegen den Strom.‹ Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund ›Bund‹ in Polen 1918–1939« (München 2000, dieser Band wurde von der Deutschen Verlagsanstalt verlegt).