Wintersemester 2009
Dan Diner/Susanne Zepp
Konstellationen. Über literarisierte Geschichte nach 1945
Zeit: Donnerstag 18–20 Uhr c.t. / vierzehntäglich
Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28
Das Forschungskolloquium im Wintersemester 2009/2010 will zweierlei: Zum einen gilt es die narrative Form literarischer Texte und deren historischer Topoi der Zeit nach 1945 zu thematisieren; zum anderen sollen literarische Texte als Erkenntnisinstanz für die Präsentation historischer Konstellationen verstanden werden. Solche Sichten auf das Wortkunstwerk als „geschichtsphilosophische Sonnenuhr“ (Adorno) sollen als Ausgangspunkt einer Diskussion von Repräsentationen jüdischer Geschichtserfahrung in verschiedenen sprachlichen und räumlichen Zusammenhängen einer späten Moderne ebenso dienen, wie das Verhältnis von fiktionalem Text und realen historischen Kontext in den Blick genommen wird. Auf diese Weise fokussiert das Kolloquium emblematische Fragen ikonischer Gedächtnisbildung nach 1945.
Vorträge:
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Sasson Somekh (Tel Aviv):
Yamim Hazuyim - Call it Dreaming
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Ulrich M. Schmid (St. Gallen)
Historische Katastrophen und epische Tragik: Vasilij Grossmans narrative Bewältigung des 2. Weltkriegs
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Liliana Ruth Feierstein (Bayreuth)
Desde el otro lado: Über jüdische Geschichtserfahrung in Lateinamerika nach 1945
Donnerstag, 14. Januar 2010
Renate Lachmann (Berlin)
Fiktion und Dokument im Werk von Danilo Kiš
Donnerstag, 21. Januar 2010
Elena Agazzi (Bergamo)
„Der Gedanke an meine wahre Herkunft ist mir ja nie gekommen“.
Orte der Vergangenheit, Momente des Lebens in W.G. Sebalds Austerlitz
Donnerstag, 28. Januar 2010
Sidra Ezrahi (Jerusalem/New Hampshire):
On Rereading Philip Roth's The Human Stain
Donnerstag, 11. Februar 2010
Carola Hilfrich (Jerusalem):
Ma nostalgeria/mon algeriance:
Französisch-jüdisch-algerische Gedächtnistopoi in Jacques Derrida und Hélène Cixous






Übersicht: Kolloquium
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