Schriftenreihe
Die Schriftenreihe des Simon-Dubnow-Instituts wird von Dan Diner herausgegeben und erscheint im Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Die Monographien dieser Reihe sind einer integrativen historischen, kulturanthropologischen und literaturwissenschaftlichen Forschung der jüdischen Geschichte in Mittel-, Ostmittel- und Südosteuropa gewidmet.
Mit Band 12, »Haskala und Lebenswelt. Herz Homberg und die jüdischen deutschen Schulen in Galizien 1782–1806«, von Dirk Sadowski, der im Juli 2010 erschienen ist, liegt der erste der insgesamt zwei für das Jahr 2010 vorgesehenen Reihenbände vor. Die Studie von Susanne Zepp über jüdische Erfahrungswelten in romanischen Literaturen zwischen 1499 und 1627, die unter dem Titel »Herkunft und Textkultur« erscheint, befindet sich im Druck und wird in Kürze erwartet.
Im Dezember 2009 erschien die Studie von Yotam Hotam über »Moderne Gnosis und Zionismus«, die Dafna Mach im Auftrag des Dubnow-Instituts aus dem Hebräischen übertragen hat.
Im Mai und Oktober 2008 wurden mit Band 9 und 10 die Arbeiten von Philipp Graf zur Entstehung und Wirkung der sogenannten »Bernheim-Petition« im Jahr 1933 und von Olaf Terpitz unter dem Titel »Die Rückkehr des Štetl« zum Topos des Štetls in der russischsprachigen jüdischen Literatur der späten Sowjetzeit veröffentlicht.
In Bd. 8 widmete sich Alexis Hofmeister dem jüdischen Vereinswesen in Odessa im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (»Selbstorganisation und Bürgerlichkeit - Jüdisches Vereinswesen in Odessa um 1900«, Mai 2007), Anke Hilbrenner hat unter dem Titel »Diaspora-Nationalismus - Zur Geschichtskonstruktion Simon Dubnows« (Bd. 7, Herbst 2006) ihre Forschungen zu Simon Dubnow vorgelegt, die auch als Einführung in Leben und Werk des russisch-jüdischen Historikers zu lesen ist.
Davor erschienen Bd. 6: Yvonne Kleinmann, »Neue Orte - Neue Menschen. Jüdische Lebensformen in St. Petersburg und Moskau im 19. Jahrhundert« (Frühjahr 2006); Bd. 5: Markus Kirchhoff, »Text zu Land. Palästina im wissenschaftlichen Diskurs 1865–1920« (Herbst 2005); Bd. 4: Kai Struve, »Bauern und Nation in Galizien. Über Zugehörigkeit und soziale Emanzipation im 19. Jahrhundert« (Frühjahr 2005); Bd. 3: Katrin Steffen, »Jüdische Polonität. Ethnizität und Nation im Spiegel der polnischsprachigen jüdischen Presse 1918-1939« (Herbst 2004) und Bd. 2: Gabriele Freitag, »Nächstes Jahr in Moskau! Die Zuwanderung von Juden in die sowjetische Metropole 1917-1932« (Herbst 2004).
Gertrud Pickhan eröffnete die Reihe mit dem Titel »›Gegen den Strom.‹ Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund ›Bund‹ in Polen 1918–1939« (München 2000, dieser Band wurde von der Deutschen Verlagsanstalt verlegt).






Druckversion