Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2013
Wahlpflichtmodul 03-HIS-218 »Geschichte der Juden in der Neuzeit« (insgesamt 4 Semesterwochenstunden)
Die beiden Veranstaltungen bilden das Modul »Geschichte der Juden in der Neuzeit« (03-HIS-218) im Studiengang Bachelor of Arts »Geschichte« am Historischen Seminar. Die Lehrveranstaltungen sind geöffnet für Studierende des Masterstudienganges »European Studies« und der bisherigen Magister- und Lehramtsstudiengänge des Historischen Seminars und des Instituts für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Die Lehrveranstaltungen sind offen für Studierende des Masterstudiengangs »Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts« der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Exclusion and Inclusion. Administering the Jews in Europe in Modernity (bilinguale Veranstaltung, deutsch/englisch)
Dozent: Prof. Dr. Dan Diner, Dr. Yaron Jean
Seminar (2 SWS)
Zeit: Freitag, 11.15–12.45 Uhr
Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28
Beschreibung: The birth of modern state administration systems in Europe deeply affected Jewish experiences of modernity through much of the long nineteenth century and the early twentieth century. Challenged by modern public administrative procedures such as non-religious naming systems, new office and data management technologies as well as invasive identification practices, European Jewries faced a dramatic shift in their immediate life surroundings. In the seminar, we shall be exploring these changes by walking through the milestones of the modern administrative state. We will compare Jewish experience of administration with that of non-Jewish and we will pay a special attention to Jewish experiences of administration under imperial rule. Finally, we will examine the disastrous impacts of World War I on the changing role of administration between the wars.
Literatur: Grundlegende Texte zur Veranstaltung werden zu Beginn des Semesters in einem Semesterapparat in der Bibliothek des DI bereitgestellt.
Einschreibemodalitäten: Anmeldung bis zum 25.03.2013 unter jean@dubnow.de. Die Veranstaltung ist auf 25 Teilnehmer begrenzt.
Geöffnet für Seniorenstudium: nein
Zur politischen Sprache im Vorderen Orient. Kontext und Wirkungsgeschichte
Dozent: PD Dr. Omar Kamil
Seminar (2 SWS)
Zeit: Dienstag, 11.15–12.45 Uhr
Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28
Beschreibung: Im arabischsprachigen Vorderen Orient gestalten sich die politischen Kulturen neu. In Tunesien, Libyen, Ägypten und Jemen wurden autoritäre Regime abgelöst und die Länder sind im Wandel begriffen. Das Seminar widmet sich solchen Entwicklungen im arabischen Raum, indem die Begriffsgeschichte der aus der europäischen Kultur und Ideengeschichte adaptierten politischen Terminologie untersucht wird. Dabei sollen Begriffe wie Revolution, Liberalismus, Demokratie, Autoritarismus und Säkularisierung fokussiert und die Rezeptionsgeschichte der europäischen politischen Sprache behandelt werden. Es wird u.a. gefragt, wie die in Europa in einer bestimmten historischen Konstellation entstandenen Terminologien und Begrifflichkeiten ins Arabische übersetzt werden, ob sie in diesem Prozess einen besonderen Bedeutungs- und Erkenntniswert behalten und inwiefern die jeweilige Kultur- und Traditionsgeschichte die Semantik der politischen Terminologie bestimmt. Zudem werden analoge Bezüge zur modernen hebräischsprachigen politischen Begriffsbildung und ihren, wie im Islam angelegten politisch-theologischen Imprägnierungen untersucht.
Literatur: Grundlegende Texte zur Veranstaltung werden zu Beginn des Semesters in einem Semesterapparat in der Bibliothek des DI bereitgestellt.
Einschreibemodalitäten: Anmeldung bis zum 25.03.2013 unter kamil@dubnow.de. Die Veranstaltung ist auf 25 Teilnehmer begrenzt.
Geöffnet für Seniorenstudium: nein
Zusätzlich nach individueller Absprache mit Prof. Diner:
Bachelor of Arts Geschichte/Master of Arts Mittlere und Neuere Geschichte, Vertiefungsmodul 03-HIS-312/03-HIS-511 »Grundprobleme der jüdischen und allgemeinen Geschichte der Neuzeit«
»Die letzten Tage der Menschheit.« Schriften aus dem Großen Krieg
Dozent: Prof. Dr. Dan Diner, Carolin Kosuch
Forschungskolloquium
Zeit: Donnerstag, 17.15–18.45 Uhr (vierzehntäglich)
Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28
Beschreibung: Im Sommer 1914 fielen in Sarajewo Schüsse, die den Untergang einer Epoche einleiteten. Die Sicherheit und Gewissheit in jener vergangenen Welt hatte auch eine Reihe von jüdischen Kulturschaffenden hervorgebracht, die in der Zeit vor dem Krieg als Kritiker, Philosophen, Publizisten, Lyriker oder Gelehrte nicht selten einen tiefen Überdruss an ihrer Zeit zum Ausdruck brachten. Wie sie in ihren Kriegsschriften auf den hereinbrechenden Weltenbrand reagierten, wie er sich auf ihre Themen und Haltungen auswirkte und wie sie selbst sich durch die Zeit zwischen 1914 und 1918 gewandelt hatten, soll das Forschungskolloquium im Sommersemester 2013 vorstellen. Die Essays, Artikel, Dramen, Gedichte und psychologisierenden Deutungen aus Krieg und Kriegserlebnis eröffnen dabei ein weites Spektrum von Einstellungen, die zwischen überschwänglichem Patriotismus und einem vielschichtigen Pazifismus changieren. Diese Vielfalt in Genre und Stellungnahme soll im Kolloquium ebenso präsentiert werden, wie die Akteure selbst.
Bitte informieren Sie sich über die Referenten und die Termine auf der Internetseite des Simon-Dubnow-Instituts: http://www.dubnow.de.






Druckversion