Kolloquium
Das Forschungskolloquium findet während des Semesters donnerstags meist vierzehntägig als Teil des Lehrangebots der Universität Leipzig statt. Es steht in jedem Semester unter einem anderen Leitthema, welches jeweils einen Arbeitsschwerpunkt des Instituts spiegelt. Die öffentlichen Vorträge werden in der Regel von auswärtigen Referentinnen und Referenten gehalten.
Sommersemester 2013
»Die letzten Tage der Menschheit«. Schriften aus dem Großen Krieg
Dozent: Prof. Dr. Dan Diner/Carolin Kosuch
Zeit: Donnerstag, 17.15–18.45 Uhr (vierzehntäglich)
Ort: Simon-Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28
Beschreibung:
Im Sommer 1914 wurde in Sarajewo der Untergang einer Epoche eingeleitet. Die Sicherheit eines Zeitalters war im Vergehen. Jene Epoche hatte eine Reihe auch jüdischer Kulturschaffender hervorgebracht, die in der Zeit davor als Kritiker, Philosophen, Publizisten, Lyriker oder Gelehrte nicht selten einen tiefen Überdruss an ihrer Zeit zum Ausdruck brachten. In ihren Kriegsschriften legten sie Zeugnis über den hereinbrechenden Weltenbrand ab. Wie sich diese Zeitdiagnose auf ihre Themen und Haltungen auswirkte und wie sie sich selbst in den Jahren zwischen 1914 und 1918 gewandelt hatten, soll das Forschungskolloquium im Sommersemester 2013 präsentieren. Die Essays, Artikel, Dramen, Gedichte und psychologisierenden Deutungen aus Krieg und Kriegserlebnis eröffnen dabei ein weites Spektrum von Einstellungen, die zwischen überschwänglichem Patriotismus und einem vielschichtigen Pazifismus changieren. Diese Vielfalt ebenso wie die Akteure selbst sollen im Kolloquium diskutiert werden.
Kontakt: info[at]dubnow.de, Tel. 0341–2173550
Vorträge:
Donnerstag, 18. April 2013
Rainer Herrn (Berlin)
»Anders als die Andern.«
Magnus Hirschfeld gegen Antisemitismus und Homophobie
Donnerstag, 16. Mai 2013
Sigurd Paul Scheichl (Innsbruck)
Weltgericht
Karl Kraus' Bilanz über den Krieg
Donnerstag, 13. Juni 2013
Martina Steer (Wien)
»Hier ist düsteres Land.«
Über Gott und Krieg bei Margarete Susman
Donnerstag, 27. Juni 2013
Andreas Stuhlmann (Hamburg)
Censor Germaniae?
Maximilian Hardens Essayistik 1914–1918
Donnerstag, 18. Juli 2013
Elke-Vera Kotowski (Potsdam)
»Die Sinngebung des Sinnlosen.«
Theodor Lessing zu Geschichtsschreibung und Krieg






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