Dr. Omar Kamil
Zur Person
1998 M.A., Studium der Anthropologie, Islamwissenschaft und Soziologie an der Universität Bayreuth, 1999–2003 Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung. Seit 1999 Lehrtätigkeit am Institut für internationale Beziehungen der Universität Leipzig. 2003 Promotion (Institut für Politikwissenschaft, Universität Leipzig). Seit 2003 Wiss. Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut, 2004/2005 Gastdozentur an den Universitäten Haifa und Jerusalem.
Forschungsprojekt
Die arabischen Intellektuellen und der Holocaust: Zur Epistemologie arabischer Diskurskultur (gefördert von der DFG)
Forschungsschwerpunkte
Holocaust-Wahrnehmungen im arabischen Raum
Historiographiegeschichte (Schwerpunkt: arabisch-islamische Geschichtswissenschaft 19./20. Jh.)
Jüdische Geschichte im Orient
Israel-Studien (Zionismus, aschkenazim-mizrahim und arabisch-israelischer Konflikt)
Kulturgeschichte des modernen Vorderen Orients
Kolonialgeschichte
Publikationen
Monographien
Arabische Juden in Israel. Geschiche und Ideologie von Ben Gurion bis Ovadia Yosef Reihe Ex Oriente Lux, Würzburg: Ergon Verlags, 2008
Aufsätze
(zusammen mit Stephan Wendehorst und Gerald Wiemers): Josef Burg: Ein Leben zwischen Erziehung und Politik, in: Bausteine einer jüdischen Geschichte der Universität Leipzig, hrsg. im Auftrag des Simon-Dubnow-Instituts von Stephan Wendehorst, Leipzig 2006 (= Leipziger Beiträge zur jüdischen Geschichte und Kultur, Bd. 4),153–161.
„Sie leben in der Gegenwart und für die Zukunft – wir in einer glorreichen Vergangenheit.“ Die arabischen Intellektuellen und die Wahrnehmung des „Jüdischen“, in: Raphael Gross/Yfaat Weiss (Hg.), Jüdische Geschichte als Allgemeine Geschichte. Festschrift für Dan Diner zum 60. Geburtstag, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006, 120–140.
Antisemitismus, Kolonialismus und Holocaust-Leugnung bei arabischen Intellektuellen: Erkenntnistheorethische Deutung einer defizitären Wahrnehmung, in: Dirk Ansorge (Hg.), Antisemitismus in Europa und in der arabischen Welt – Ursachen und Wechselbeziehungen eines komplexen Phänomens, Frankfurt/M.: Verlag Otto Lembeck 2006, 217–236.
Die arabischen Intellektuellen und der Holocaust – Epistemologische Deutung einer defizitären Wahrnehmung, in: Leipziger Beiträge zur deutschen Geschichte und Kultur 3 (2005), 319-331.
Orient und Okziden und der Weg zum Fortschrit, in: Alexander Haridi (Hrsg.), West-Östlicher Seiltanz: Deutsch-arabischer Kulturaustausch im Schnittpunkt Kairo, Bonn 2005, 222-227.
Die Wüstengeneration: Die arabischen Juden in der zionistischen Ideologie von den Anfängen bis in die 1950-er Jahre, in: Giesen, Klaus-Gerd (Hg.), Ideologien in der Weltpolitik, Leverkusen 2004.
Araber, Antisemitismus und der Holocaust: Eine kritische Beobachtung, in: Analyse + Kritik 473 (2003), 14f.
ad-dour al-’akadimi al-gha’ib fi sira‘a ma‘a Israel [Die abwesende akademische Rolle in „unserer“ Auseinandersetzung mit Israel], in: Muchtarat Isra’iliyya 3 (2001).
The Synagogue as Civil Society, or How we can Understand the Shas Party, in: Mediterranean Quarterly 3 (2001), 128–143.
Rabbi Ovadia Yosef and his Culture War in Israel, in: Middle East Review of International Affair 4 (2000), 22–29.
Rezensionen
Arabische Stimmen zur modernen jüdischen Geschichte, in: Bulletin des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur 7 (2005), 31–39.






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